Einzelausstellung im Rahmen
der StadtpARTie
Einbeck
13. bis 17.Mai 2026
St. Bartholomaei (Sertürner) Kapelle, Altendorfer Tor 36 in Einbeck
Geöffnet
täglich 11-17 Uhr
Eintritt frei
Ein passender Ausstellungsort.
Die Sertürner
Kapelle ist Zeugnis einer über
500 Jahre alten Frömmigkeit.
Verblasst und unvollständig
erhalten sind die Fresken im
Inneren, rätselhaft, wertvoll,
schön.
Als Teil eines Siechen- und
Leprosen-, dann Armenhauses
gehörte der Bau zu einer
Stätte der Ausgrenzung und
Diskriminierung, doch auch der
Fürsorge.
So finde ich gerade diesen Ort
passend, meine Kunst zu zeigen, die
sich dem „Abfall“
zuwendet, dessen angebliche
Wertlosigkeit ich mittels kreativer
Umdeutung nicht nur widerlege,
sondern in schöne,
rätselhaft-anrührende
Skulpturen und Objekte verwandele.
Die Skulpturen aus Wellpappe
erinnern an organisch Gewachsenes
oder an archäologische Funde.
Ihre warmen, erdigen Farben und ihre
geschwungen angeschnittenen
Strukturen geben ihnen eine
interessante, lebendige
Oberfläche.
Die zweite Gruppe umfasst bewegliche
Objekte aus Holzrollladen und
Altholz. Sie erinnern an
vorindustrielle Gerätschaften,
einfach konstruierte Maschinen, was
durch die vorgefundene Verwitterung,
durch Schäden und
Gebrauchsspuren umso mehr
überzeugt.
Leinen- und Baumwollstoffe
ergänzen die „weißen
Schaukelobjekte“ und legen
Gedanken nah an Waschtag,
Weißwäsche, Hygiene etc.
Hier in der Sertürner Kapelle
sehe ich die „weißen
Schaukelobjekte“ in besonderer
Nähe zum geschichtlichen
Siechenhaus. Sie lassen an
Verbandsmaterial oder auch an die
stigmatisierende weiße Kleidung
der Leprakranken denken.